Freiheitstour für Musa Asoglu – Programm für NRW

wir leiten das mittlerweile veröffentlichte Programm des “Langen Marschs” (Freiheitstour) für Musa Asoglu in NRW weiter. Einige Tage sind noch nicht fixiert…

Wär großartig, wenn ihr einige der Aktionen unterstützen könnten, bzw. darüber veröffentlichen könntet.

Infos:

Facebook: Freiheit für Musa Aşoğlu
Twitter:@FreedomForMusa

Tel: (++49) 0 152- 533 249 61 (Freiheitstour)

(++49) 0 152- 533 249 52 (Freiheitskomitee)
Sg

Tag 1: Montag, 30.01.2017
Ankunft in Köln. Kundgebung vor dem Dom und Flugblattaktion

Tag 2: Dienstag, 31.01.2017
Frühstück im Kunstatelier in Köln um 9:00 Uhr
Von 14:00-18:00 Uhr Infotisch in der Venloerstraße, vor dem Bahnhof Ehrenfeld

Tag 3: Mittwoch,1.2.2017:
Um 14:000 Uhr Aktion vor dem WDR
Von 16:00-18:00 Uhr Infotisch in der Keuppstraße

Tag 4: Donnerstag, 2.2.2017
Um 11:30 Uhr Protestaktion vor dem US-Konsulat in Düsseldorf Um 14:00 Uhr Aktion vor dem Deutschen Landtag in Düsseldorf

Tag 5: Freitag, 3.2.2017
12:00 Uhr, Uni Dortmund
18:00 Uhr, Treffen für Musa Asoglu im DayEv in Dortmund

Tag 6: Samstag, 4.2.2017
10:00 Uhr Frühstück im EKA in Essen
15:00 Uhr, Infotisch am Willy-Brandt-Platz in Esen
18:00 Uhr Abend mit Gesang und Gedichten im DayEv

Tag 7: Sonntag, 5.2.2017
Besuch beim Alevitischen Kulturzentrum Oberhausen

Tag 8: Montag, 6.2.2017
12:00 Uhr Düsseldorfer Uni und danach Besuch politischer Parteien in Düsseldorf

Der lange Marsch (Freiheitstour) in NRW dauert 12 Tage
(31.01.17-12.02.17)

**

Hintergründe (Text vom Komitee):

Musa Asoglu (55) ist ein türkischstämmiger Revolutionär und ist bereits im frühen Kindesalter mit seiner Familie nach Europa
ausgewandert. Musa wurde am Freitag, den 2.12.2016 in Hamburg wegen §129b (Mitgliedschaft in einer terroristischen
Vereinigung im Ausland) von MEK (Mobilen Einsatzkommando) und dem BKA verhaftet. Die Festnahme war geplant, da zirka 10 Medien
präsent waren.

Er wurde von Hamburg zum Bundesgerichtshof (BGH) verfrachtet und nach 3 – 4 Tagen wurde erst bekannt gegeben, dass er in der
JVA Karlsruhe inhaftiert war. Jetzt befindet er sich im Hamburger Untersuchungs-Gefängnis.

 

Jahrelange internationale Fahndung

Nicht nur in der BRD wurde nach ihm gefahndet, sondern auch in der Türkei und in den USA.
Er stand auf Platz 1 der Fahndungsliste in der Türkei und das Innenministerium hatte ein Kopfgeld von 1,2 Millionen Euro auf
ihn ausgesetzt.

Nach militanten Angriffen gegen die US-Botschaft in Ankara und dem Konsulat in Istanbul 2013 wurde am 3. April 2014 in den USA
auf Musa auch ein Kopfgeld von 3 Millionen Dollar ausgesetzt.

Mit auf dieser Liste stehen auch die Anwältin Zerrin Sari und Seher Sen, die in Griechenland Asyl erhalten hat.
Musa ist übrigens mit Nurhan Erdem verheiratet, die wegen §129b in der BRD zu mehr als 6 Jahren verurteilt wurde.
Die 3 Gesuchten haben sich auf Veranstaltungen und Kundgebungen vor allem für das Leben der Gefolterten in der Türkei eingesetzt.
Sie sind dadurch bekannt geworden, und damit für die USA gleich vermeintliche „führende DHKP-C – Funktionäre“ und verantwortlich
für die militanten Aktionen in der Türkei gegen die diplomatischen Einrichtungen der USA.

Damit werden von den Repressionsorganen alle politischen Tätigkeiten einer politische-militärischen Organsiation wie der DHKP-C
(Revolutionäre Volksbefreiungspartei) zugeordnet. Die DHKP-C ist eine marxistische Organisation, die in der Türkei für eine
sozialistische Gesellschaft kämpft.

Musa war übrigens wegen „Mitgliedschaft in der DHKP-C“ 2007 in Belgien schon 14 Monate in U-Haft. Von dem Vorwurf der
Mitgliedschaft ist er 2008 von einem Gericht in Antwerpen allerdings freigesprochen worden.

 

Mediale Angriffe

 

Sehr umfangreich wurde in der Türkei über Musas Verhaftung in Sonderseiten und – sendungen berichtet: „ Großer Schlag gegen die
Terrororganisation“ schrieb die auflagenstärkste Zeitung „Hürriyet“. Milliyet titelte: “Kopf der Anschlagplanungen auf
US-Botschaft gefasst“.

Am ausführlichsten berichtet hier die „Hamburger Morgenpost“ (MOPO) am 5. und 9. 12. 2016.
Sie bezeichnete Musa als „Terror-Chef“ bzw. „Terror-Fürst“. Das sind Unterstellungen und Projektionen, die eher der
kapitalistischen Hierarchie entsprechen und nicht mit einer sozialistischen Praxis zu tun haben.

Weiterhin wird auch versucht, mit einem solchen Zerrbild einen Keil zwischen solidarischen Menschen und der Bewegung zu treiben.
Für militante Aktionen der Guerilla der DHKP-C wird er verantwortlich gemacht, d. h. konkret er hätte sie „geplant und
angeleitet“. Solche Stigmatisierung und Diffamierungen kennen wir auch aus den siebziger und achtziger Jahren. So wurden den
Gefangenen aus der RAF, Solidaritätszusammenhängen oder auch AnwältInnen die Steuerung von bewaffneten Aktionen der Guerilla
vorgeworfen.

Dieses Konstrukt „alles ist Guerilla“ bzw. „alles ist Terror“ dient auch zur Kriminalisierung des Widerstandes.
Das soll zum einen die Festnahme legitimieren, zum anderen wird verschwiegen dass in einem revolutionären Kampf Guerilla und die
Bewegung nur gleichberechtigt kämpfen können.

Insgesamt fällt auf, dass ein denunziatorisches Trommelfeuer gegen Musa entfacht worden ist.. Deshalb befürchten wir negative
Folgen für ihn.
So wird in dem MOPO – Artikel vom 8. 12. auch schon über eine Auslieferung Musas in die Türkei oder die USA spekuliert. Es besteht
auf jeden Fall die Gefahr, das Musa hier für 10 Jahre in Isolation weggebunkert wird und/oder er danach abgeschoben wird.

Aus diesem Grund hat sich ein „Freiheitskomitee für Musa Asoglu“ mit der Parole „REVOLUTIONÄR ZU SEIN IST KEIN VERBRECHEN, SONDERN
EINE PFLICHT“ gebildet.
Sie organisieren eine Tour durch die BRD und durch die Schweiz, Frankreich, Holland und Belgien.

Termine:

20. – 24. Januar: Stuttgart (Am 22.01. ist ein kleines Konzert geplant)

25. – 26. – 27. Januar: Strassburg vor dem EU Parlament mit Mahnwache und Zelt.

28. – 29. Januar: Schweiz

30. Januar – 12. Februar: NRW

12. Februar Konzert in Köln

14. 18. Februar: Holland

19. – 20. Februar: Belgien (22. 2. vor dem EU Parlament in Brüssel )

24. – 28. Februar: Mannheim

1. März: Karlsruhe vor dem Bundesgerichtshof und der Bundesanwaltschaft.

2. – 8. März: Frankfurt

10. März: Hannover

11. März: Bremen

12. März: Hamburg: Demo zum Untersuchungs-Gefängnis

13 März: Lübeck

14. März: Magdeburg

15. März: Leipzig

16. März: Berlin

17. März: Berlin Vor dem Bundestag. Dort werden Unterschriften zur Freiheit von Musa dem Parlament übergeben

18. März: Teilnahme an den Aktionen rund um den 18. März.

Um Musa Asoglu anzuschreiben:

Untersuchungshaftanstalt Hamburg
Musa Asoglu
Holstenglacis 3
20355 Hamburg

Info:

Freiheitskomitee für Musa:
musaasoglufreiheits-komitee@gmx.de
Facebook: Freiheit für Musa Asoglu

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